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Verabschiedung von Hahn-Schickard-Institutsleiter Yiannos Manoli

Prof. Dr.-Ing. Yiannos Manoli, langjähriger Hahn-Schickard-Institutsleiter und Inhaber der Fritz-Hüttinger-Professur für Mikroelektronik der Universität Freiburg, wurde im Juni 2022 in seinen Ruhestand verabschiedet.

Der gebürtige Zyprer studierte Physik sowie Mathematik und schloss 1980 sein Studium mit dem Master of Science in Electrical Engineering and Computer Science an der University of California, Berkeley ab. Nach dem Studium in den USA und Promotion in Duisburg arbeitete er am Fraunhofer Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme in Duisburg sowie anschließend als Professor an der Universität des Saarlandes. Im Jahr 2001 folgte Yiannos Manoli dem Ruf der Universität Freiburg. Dort gestaltete er die heute so im Fokus stehende Mikroelektronik an der Technischen Fakultät, deren Geschicke er von 2008 bis 2015 als Dekan bzw. Prodekan lenkte. Zu erwähnen ist insbesondere die Gründung des Instituts für Nachhaltige Technische Systeme als weitere Einrichtung der Fakultät mit 14 Professuren.

Im Jahr 2005 konnte Hahn-Schickard Yiannos Manoli zusammen mit seinen Universitätskollegen Roland Zengerle und Holger Reinecke als Institutsleiter für eine damals notwendige Neuausrichtung des Instituts für Mikro- und Informationstechnik in Villingen-Schwenningen gewinnen, welches zu dieser Zeit mit einer kleinen Belegschaft von 38 Mitarbeitenden (FTE) Projekte bearbeitete, die sich auf 3,1 Mio. € aus Drittmitteln beliefen.

„Nach anfänglicher Skepsis über die Lösung mit drei Institutsleitern hat das Team mit großem Engagement neue Fragestellungen aufgegriffen und alte Themen mit neuartigen Ansätzen weiterentwickelt“, erinnert sich Prof. Manoli. 

Wie richtig diese Einschätzung war, zeigen heute die beeindruckenden Zahlen des Instituts in Villingen-Schwenningen: Mit 126 Mitarbeitenden (FTE) werden Aufträge der Industrie in Höhe von 6,9 Mio. € und Projekte mit 5,1 Mio. € öffentlicher Finanzierung umgesetzt. Die erfolgreiche Arbeit führte auch zu der Ausgründung des Instituts für Mikroanalysesysteme in Freiburg mit einer Außenstelle in Ulm, sodass Hahn-Schickard durch das Institut für Mikroaufbautechnik in Stuttgart mittlerweile an insgesamt vier Standorten in Baden-Württemberg vertreten ist.

Die beeindruckende Entwicklung von Hahn-Schickard ist auch der Führung von Yiannos Manoli geschuldet, der insbesondere den Bereich der Hard- und Software-Entwicklung prägte, die vielfältige Lösungen im Feld der Energy Harvester und autarken Sensorknoten zur Prototypenreife brachte. Seine originären integrierten Schaltungsentwicklungen, die möglichst wenig Energie brauchen, stehen heute noch hoch im Kurs, beispielsweise in der mobilen Navigation mittels Mikro-Gyroskopen und in der Medizinforschung beim Einsatz von Nadelelektroden in der Hirnforschung sowie bei der Nanodiagnostik von degenerativen Krankheiten.

Im Laufe seiner beruflichen Karriere wurde Yiannos Manoli mit dem Landeslehrpreis von Baden-Württemberg und mit zahlreichen „Best Paper“ Auszeichnungen für seine Forschung geehrt. Neben Forschungsaufenthalten bei Motorola, Intel sowie der Columbia University war er einer der ersten fünf Fellows, die für einen Aufenthalt im Thomas-Mann-House in Pacific Palisades, Los Angeles ernannt wurden.

Wir danken Yiannos Manoli für seine langjährige Tätigkeit aufs herzlichste und wünschen ihm für seinen Ruhestand alles Gute!

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