Fertigungsbegleitende Oberflächencharakterisierung zur Qualitäts- und Effizienzsteigerung bei der Herstellung komplexer kunststoffbasierter mechatronischer Baugruppen (FOQus)

Technologie- und Prozessentwicklung im Bereich komplexer kunststoffbasierter mechatronischer Baugruppen ist seit vielen Jahren eine der Kernkompetenzen bei Hahn-Schickard. Um das Know-how zur Herstellung von Baugruppen mittels LPKF-LDS®-Prozess insbesondere bezüglich Qualitäts- und Effizienzsteigerung einen weiteren entscheidenden Schritt voranzubringen, plant Hahn-Schickard in Zusammenarbeit mit dem Institutsbereich Klebtechnik und Oberflächen des Fraunhofer Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) in Bremen ein entsprechendes IGF-Vorhaben.  

Die Eignung der Oberfläche spritzgegossener Bauteile für die prozesssichere Laserdirektstrukturierung kann derzeit nur unzureichend automatisierbar, dokumentierbar und digitalisierbar beurteilt werden. Auch der Prozess- und Qualitätssicherung eines nachfolgenden Metallisierungsprozesses kommt eine entscheidende Bedeutung zu. Üblicherweise wird die Beurteilung der Oberfläche qualitativ und visuell durch den Anlagenbediener vorgenommen. Sie ist daher rein subjektiv und stark abhängig vom jeweiligen Erfahrungshintergrund einzelner Personen und nicht quantifizierbar. Unterläuft in einem der Prozessschritte ein Fehler, so werden dessen Konsequenzen erst nach der Metallisierung der laseraktivierten Oberfläche oder bei nachgelagerten Prozessen der Aufbau- und Verbindungstechnik sichtbar.  


Die angestrebten Forschungsziele des Vorhabens sind:
Zum einen grundlegende Erkenntnisse zur Spezifikation von Oberflächeneigenschaften spritzgegossener Bauteile hinsichtlich ihrer Eignung für den LDS-Prozess. Sie umfassen insbesondere die Erarbeitung von Analysemethoden zur Beurteilung der Oberflächenqualität von spritzgegossenen Oberflächen und zum Ableiten von Optimierungsmaßnahmen für die Prozesskette.
Zum anderen sollen im Vorhaben Analysemethoden zur Beurteilung der Oberflächenqualität von Leiterstrukturen, insbesondere im Hinblick auf Nachfolgeprozesse der Aufbau- und Verbindungstechnik, erarbeitet werden und daraus Optimierungsmaßnahmen sowie Kriterien für eine prozessintegrierte Qualitätssicherung abgeleitet werden.

Ihre Vorteile im projektbegleitenden Ausschuss:

  • Greifen Sie direkt auf die Projektergebnisse zu
  • Bringen Sie Ihre Ideen ein
  • Steuern Sie das Projekt aus Ihrer Praxissicht

Auf Anfrage erhalten Sie weitere Informationen zum geplanten Projekt. Bitte wenden Sie sich dazu an nebenstehenden Kontakt.

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PROJEKTFUSSNOTE:

Fördergeber/Finanzierung: IGF
Projektträger: AiF
Kooperationspartner: Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM), Bremen

Kontakt


Hagen Müller
Hahn-Schickard,
Stuttgart
Tel.: +49 711 685-84784
Hagen.Mueller@Hahn-Schickard.de
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Weitere Informationen

Die AiF - Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist ein 1954 gegründetes, industriegetragenes Innovationsnetzwerk zur Förderung von Forschung und Entwicklung im Mittelstand.