Rapid Prototyping von MID

Schnelle und kostengünstige Herstellung von MID in kleinen Stückzahlen mittels generativer Verfahren

Rapid Prototyping zeichnet sich durch einen geringen Initialaufwand, eine hohe Flexibilität und damit durch eine hohe Wirtschaftlichkeit bei der Herstellung kleiner Losgrößen aus. In kurzer Zeit können bei Hahn-Schickard Ansichtsmodelle, Funktionsmodelle oder erste Muster für Erprobungen kostengünstig angefertigt werden. 3D-Kunststoffbauteile können bei Hahn-Schickard direkt mittels generativer Verfahren wie DLP (Digital Light Processing) aufgebaut werden. Dies ermöglicht eine sehr rasche Bereitstellung des Grundkörpers für weitere Prozesse.

Nach Aufbringen von LPKF ProtoPaint LDS-Lack erfolgt die Strukturierung des Bauteils durch das LPKF-LDS®-Verfahren. Für den Aufbau der Leiterbahnen kommen außenstromlos abgeschiedene Metallschichtsysteme wie beispielsweise Kupfer/Nickel/Gold und Kupfer/Silber zur Anwendung. Der erzielbare minimale Leiterbahn-Pitch auf dreidimensionalen Bauteilen liegt bei 300 µm. Sowohl die Haftfestigkeit als auch die Rauheit und der elektrische Durchgangswiderstand der abgeschiedenen Leiterstrukturen liegen in einem für laserdirektstruktierte MID üblichen Bereich. Die anschließende Bestückung mit SMD-Komponenten ist z.B. mittels Laserlöten möglich. Alternativ dazu kann bei Hahn-Schickard der Einsatz für ein Spritzgusswerkzeug generativ aufgebaut und in ein Stammwerkzeug integriert werden (Rapid Tooling). Damit können herkömmliche LDS-Thermoplaste oder andere Hochleistungsthermoplaste im Spritzgießverfahren verarbeitet werden.

Beide Verfahren ermöglichen eine wesentliche Beschleunigung des Entwicklungszyklus von MID. Bereits in einem frühen Entwicklungsstadium können erste Ansichts- und Funktionsmodelle kostengünstig und zeitnah aufgebaut werden. Mittels Rapid Tooling bieten sich Möglichkeiten zur effizienten Herstellung kleiner Losgrößen. Darüber hinaus können Erprobungsmuster für erste Bauteilcharakterisierungen hergestellt werden.