Stabübergabe bei der Innovationsallianz Baden-Württemberg

Prof. Dr. Alfons Dehé ist neuer Sprecher der Innovationsallianz Baden-Württemberg (innBW).

01.07.2019

Führungswechsel bei der Innovationsallianz Baden-Württemberg (innBW): Prof. Dr. Alfons Dehé ist seit 1. Juli 2019 neuer Sprecher des Bündnisses aus 13 Forschungseinrichtungen. Der 50-jährige habilitierte Physiker leitet hauptberuflich das Hahn-Schickard-Institut für Mikro- und Informationstechnik in Villingen-Schwenningen. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und möchte die innBW zu einem noch schlagkräftigeren Instrument des Tech-nologietransfers ausbauen“, so Dehé. „Besonders in den Zu-kunftsthemen Digitalisierung, Gesundheit und nachhaltige Mobili-tät halten unsere Institute vielfältige Angebote für die Wirtschaft im Südwesten bereit.“ Der Forscher aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis übernimmt den Stab von Prof. Dr. Hugo Hämmerle, der in den Ruhestand geht. Die innBW-Institute arbeiten mit Unternehmen auf allen Zukunftsfeldern des Landes zusammen.
Dehé ist seit 2017 einer von vier Leitern der innBW-Institute Hahn-Schickard an den Standorten Villingen-Schwenningen, Stuttgart und Freiburg. Der ausgewiesene Experte für Mikrosysteme hat seinen Dienstsitz in Villingen-Schwenningen und vertritt das Forschungsfeld MEMS (siliziumbasierte Mikrosystemtechnik) sowie die Fertigung im Silizium-Reinraum. Darüber hinaus ist er Inhaber der Georg H. End-ress Professur für Smart Systems Integration am Institut für Mikro-systemtechnik der Universität Freiburg.

Vor seinem Hahn-Schickard-Engagement war Dehé beim Halbleiterhersteller Infineon Technologies AG in München für die Entwicklung für Silizium-Mikrofone verantwortlich. Er promovierte 1997 im Fach Physik an der RWTH Aachen.

Sein Vorgänger Hämmerle stand dem Forschungsbündnis seit 2010 vor und baute es zu seinem jetzigen Umfang aus. Als erster Sprecher etablierte er die innBW zu einer anerkannten Forschungsge-meinschaft des Landes und gab ihr ein Gesicht. Von 2008 bis 2018 leitete Hämmerle zudem das innBW-Institut Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen (NMI).

Innovationen durch Technologietransfer ausbauen
Die Innovationsallianz Baden-Württemberg ist ein Zusammenschluss von 13 außeruniversitären wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen mit insgesamt 1.200 Mitarbeitern. Die Institute orientieren sich am Bedarf der Wirtschaft und erschließen Technologiefelder, die für die Wirtschaft bedeutsam werden. Mit rund 4.500 Industrieprojekten in den Zukunftsfeldern Gesundheit und Pflege, Nachhaltige Mobilität, Energie und Umwelttechnologie sowie Information und Kommunikation ist die innBW ein Leuchtturm an Innovation und Technologietransfer. Für die Entwicklung innovativer Produkte stehen die Quer-schnittstechnologien Werkstoffe und Oberflächen, Mikrosystemtechnik/-elektronik, Digitalisierung, Nanotechnologie, Biotechnologie, Photonik, Produktionstechnik und Managementsysteme im Fokus. Von 2006 bis 2017 wurden bereits 60 Firmen ausgegründet.