Millionen-Impuls für die Digitalwirtschaft in der Region

Martin Friedrich (Mitte) nahm in der Carl Benz Arena stellvertretend für die Vertreter des Konsortiums „Digital Mountains“ aus der Hand von Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (3. von rechts) die Förderauszeichnung entgegen. Mit ihm nahmen (von links) Thomas Wolf (IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, Technology Mountains), Prof. Dr. Alfons Dehé (Hahn-Schickhard-Gesellschaft), Marcel Herzberg (Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg), Simon Herrlich (Hahn-Schickhard-Gesellschaft), Dorothee Eisenlohr (Wifög Schwarzwald-Baar-Heuberg) und Martin Zimmermann (Virtual Dimension Center TZ St. Georgen) die Förderung entgegen. Foto: Digital Mountains

06.02.2018

Konsortium „Digital Mountains“ erhält Förderzusage für Etablierung eines „Digital Hub“: Mehr als zwei Millionen Euro sollen in Forschung und Entwicklung, Aus- und Weiterbildung sowie in Firmengründungen fließen

Mit rund einer Million Euro wird das Land das Konsortium „Digital Mountains“ unterstützen, das sich erfolgreich um die Förderung eines „Digital Hub“ in der Region beworben hat: Im Rahmen des „Digitalgipfels 2018“ am Montag in der Stuttgarter Carl Benz Arena erhielt der Zusammenschluss von 28 Institutionen und Unternehmen die Förderzusage von Landeswirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Nach den erfolgreichen Vernetzungsinitiativen „Technology Mountains“ und „Medical Mountains“ hebt sich mit der Förderzusage und der damit verbundenen Initialisierung von „Digital Mountains“ ein weiteres Spitzengebiet aus der Industrielandschaft Schwarzwald-Baar-Heuberg. „Wir können jetzt einen großartigen Impuls für die digitale Wirtschaft in der Region lancieren“, freute sich Martin Friedrich, Ge-schäftsführer der St. Georgener Technologiezentrum GmbH und zukünftig auch Manager des neuen Digital Hub (ein Zusammenschluss zur besseren Vernetzung der Digitalwirtschaft) unter dem Namen „Digital Mountains“: Das Projekt ist darauf ausgerichtet, für Fragestel-lungen und Vorhaben im digitalen Umfeld vorhandene Ressourcen in der Region zugänglich zu machen und neue Möglichkeiten zu schaffen.


Kernthemen sind dabei Ideen aus den Bereichen 3D, virtuelle Realität und Augmented Reality (erweiterte Realität) sowie cyber-physische Systeme. Das im Technologie-Zentrum in St. Georgen angesiedelte Hub-Management ist zentraler Ansprechpartner für alle Interessenten, die ein entsprechendes Vorhaben entwickeln und realisieren wollen: Profitieren sollen davon sowohl Gründer als auch aktive bestehende Unternehmen. Martin Friedrich als Hub-Manager wird Anfragen entsprechend ihres Charakters an die im Konsortium engagierten Partner weiterleiten. Diese haben sich im Vorfeld untereinander bereits auf ihre Kompetenzbereiche hin abgestimmt. In den drei großen Feldern Forschung und Entwicklung, Aus- und Weiterbildung sowie Gründung sind insgesamt 28 Partner unter-schiedlichster Ausprägung aktiv: Federführend unter den Konsortialpartner sind dabei die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg und Technology Mountains e.V. (Villingen-Schwenningen), die Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V. (Villingen-Schwenningen), die Baden-Württemberg: Connected e.V. (Stutt-gart)sowie die PE-Stiftung in St. Georgen.

St. Georgen wird auch zentraler Anlaufpunkt von Digital Mountains sein: Denn die im dortigen Technologiezentrum (TZ) bereits intensiv ausgebaute digitale Infrastruktur soll noch weiter ergänzt werden, unter anderem durch die Einrichtung sogenannter Kollaborationsräume und eines „Digital Incubator“, also einem Raumangebot für Gründungswillige, die hier Büros und technische Infrastruktur für ein halbes Jahr kostenlos nutzen können. Etabliert werden soll an diesem Standort auch ein phy-sisches Labor für die Entwicklung cyber-physischer Systeme, also von Produkten, die dank ihrer Konstruktion und Programmierung mit ihrer Umwelt interagieren können.


Doch nicht nur Raum- und Technologie-Ressourcen sollen es potenziellen Gründern erleichtern: Auch eine „360 Grad-Betreuung“ zu allen Aspekten einer Unternehmensgründung mit einem passenden Veranstaltungsprogramm soll Gründungen und Start-ups auf dem digitalen Sektor in der Region massiv unterstützen. „Hier gibt es noch massiven Auf-holbedarf“, wie Martin Friedrich erklärt: „Im Landesvergleich hat der Technologie-getriebene Wirtschaftsraum Schwarzwald-Baar-Heuberg im Bereich Digitalwirtschaft noch viel Potenzial.“


Bis 2020 sollen daher über zwei Millionen Euro in Maßnahmen fließen, welche die Entwicklung und die bessere Vernetzung der Branche un-tereinander im Raum Schwarzwald-Baar-Heuberg stark voranbringen sollen. Rund 900.000 Euro steuert das Land Baden-Württemberg als Förderung bei, der weitere Betrag von knapp 1,26 Millionen Euro soll aus Leistungen und Investitionen der Konsortial-partner sowie aus Drittmitteln einfließen.

Dem Konsortium gehören diese Unternehmen und Institutionen an:

•    PE Stiftung, St. Georgen;
•    IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, Villingen-Schwenningen;
•    Technology Mountains e.V., Villingen-Schwenningen;
•    Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V., Villingen-Schwenningen,
•    Virtual Dimension Center TZ St. Georgen e.V. (VDC);
•    bwcon GmbH, Villingen-Schwenningen;
•    Medical Mountains AG, Tuttlingen;
•    Hochschule Furtwangen (HFU);
•    Handwerkskammer Konstanz;
•    Wirtschaftsförderungsgesellschaft Schwarzwald-Baar-Heuberg mbH, Villingen-Schwenningen;
•    Hochschule Offenburg;
•    Duale Hochschule BW, Villingen-Schwenningen;
•    Staatliche Feintechnikschule VS-Schwenningen;
•    Gewerbeschule VS-Villingen;
•    Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg, Villingen-Schwenningen;
•    Sicos BW GmbH, Stuttgart;
•    imsimity GmbH, St. Georgen;
•    3D-Labs GmbH, St. Georgen;
•    Comara GmbH, St. Georgen;
•    M+M Software GmbH, St. Georgen;
•    Comm.FACT GmbH, St. Georgen;
•    scaleo systems GmbH, St. Georgen;
•    Getrag B.V. & Co. KG, St. Georgen;
•    GFT Technologies S.E., St. Georgen;
•    COSUS Computer und Software GmbH, St. Georgen;
•    hapec GmbH, St. Georgen;
•    softwareproduktiv Schwarzwald GmbH, St. Georgen;
•    Inspire Technologies GmbH, St. Georgen.