Open-Source-Anwendung zum einfachen Testen von Industrie 4.0 im Unternehmen

Mit dem Software-Paket können Unternehmen ohne hohe Investitionen testen, ob sich eine Industrie-4.0-Umgebung rentiert. Dr. Christoph Rathfelder von Hahn-Schickard (li.) und Dr. Sascha Alpers (FZI) zeigen den Demonstrationsaufbau.

Alle Bilder: FZI Forschungszentrum Informatik

11/15/2017

Eine Aufrüstung auf Industrie 4.0 geht in der Regel mit dem Austausch des Maschinenparks eines Unternehmens einher. Das Testen eines Industrie-4.0-Szenarios war bisher nicht ohne kostenintensive Investitionen möglich. An dieser Stelle setzt das Projekt „Nicht-disruptives Kit für die Evaluation von Industrie 4.0“, kurz NIKI 4.0, an. Am 1. Dezember 2017 veröffentlichen die Forschungspartner des Projektes – Hahn-Schickard, FZI Forschungszentrum Informatik und Hochschule Offenburg – einen Open-Source-Prototypen auf der GitHub-Plattform. Die Open-Source-Software bietet insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) die Möglichkeit, ein Industrie-4.0-Umfeld zu testen und individuell zu evaluieren, ob das eigene Unternehmen in die Anschaffung Industrie-4.0-kompatibler Maschinen und Produktionsanlagen investieren sollte.

Mit dem NIKI-4.0-Software-Paket können Unternehmen im eigenen Betrieb Vorteile für die reale Produktion abschätzen. Dies erleichtert es ihnen, die Anforderungen an eine spätere Migration bestimmen zu können. Innovativ ist NIKI 4.0 vor allem auch deshalb, weil die eigentlichen Produktionsanlagen und Maschinen unverändert bleiben und die Fertigungsprozesse durch die zusätzliche Datenerfassung zunächst nicht beeinflusst werden. FZI-Vorstand Prof. Dr. Andreas Oberweis erklärt: „Das Kit kann unmittelbar in den Produktionsablauf integriert werden. Weder verlangsamt es diesen, noch unterbricht es ihn. Produktionsausfälle oder Störungen müssen nicht in Kauf genommen werden, dadurch kann ein erheblicher Effizienzgewinn erzielt werden.“

Am 14. November kamen die Forschungspartner mit dem projektbegleitenden Ausschuss zusammen. Dieser aus 16, größtenteils baden-württembergischen Mittelstandsunternehmen bestehende Ausschuss berät die Forschungseinrichtungen in allen Phasen des Projektes und bringt Fallbeispiele ein. Anderen interessierten Unternehmen bieten die drei Forschungspartner zudem an, sie bei der Umsetzung von NIKI 4.0 zu beraten. NIKI 4.0 steht Anwendern ab Dezember auf der GitHub-Plattform zur Verfügung.

Das Projekt „Nicht-disruptives Kit für die Evaluation von Industrie 4.0“ startete am 1. Februar 2016. Das von der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH beauftragte Projekt hat eine Gesamtlaufzeit von 28 Monaten und endet am 31. Mai 2018. Hahn-Schickard ist zudem Konsortialführer des Projektes NIKI 4.0

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie unter www.niki-40.de. Bildmaterial finden Sie in Web- und Printauflösung unter www.fzi.de/presse. Die Verwendung des Bildmaterials ist ausschließlich für die redaktionelle Berichterstattung zum Projekt NIKI 4.0 gestattet.

Zur Pressemeldung vom 14.11.2017 des FZI Forschungszentrum Informatik