Bundestagsabgeordneter Thorsten Frei geht Erfolgsgeschichten auf den Grund

v.l.n.r.: Hahn-Schickard-Geschäftsführer Clemens Pecha, Bundestagsabgeordneter Thorsten Frei, Hahn-Schickard-Institutsleiter Prof. Alfons Dehé

17.08.2017

Thorsten Frei, MdB Schwarzwald-Baar und Oberes Kinzigtal, staunte nicht schlecht über die Erfolgsgeschichten, die er bei seinem Besuch bei Hahn-Schickard in Villingen-Schwenningen zu hören bekam. Kein Wunder, ist die Mikrosystemtechnik doch aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

Sichtlich beeindruckt von den vielseitigen Anwendungsgebieten der Mikrosystemtechnik, einer der Schlüsseltechnologien für Baden-Württemberg, zeigte sich CDU-Bundestagsabgeordneter Thorsten Frei nach einem Rundgang durch das Institut und Gesprächen mit der Institutsleitung sowie einigen Forscherinnen und Forschern. Der Politiker informierte sich bei seinem neuerlichen Besuch bei Hahn-Schickard über die hervorragende Entwicklung des Instituts und begeisterte sich für die Erfolgsgeschichten wie z.B. derjenigen des thermischen Differenzdrucksensors, der mittlerweile drei-millionen-fach verkauft wurde und beispielsweise von der Wehinger Firma Gruner in deren Produkten für die Klimatechnik eingesetzt wird.

„Dass eine solche Erfolgsgeschichte jedoch überhaupt möglich ist, verdanken wir zum einen der Grundförderung des Landes Baden-Württemberg, aber auch den vielen bundesgeförderten Forschungsprojekten durch das BMBF oder das BMWi“, stellte Geschäftsführer Clemens Pecha klar. „Auch wenn unsere Einnahmen aus Industrieprojekten im letzten Jahr stark gestiegen sind, so dienen die Förderung des Landes und des Bundes dazu, Know-how aufzubauen, das zur Bearbeitung von Industrieprojekten benötigt wird.“ Institutsleiter Professor Alfons Dehé ergänzt: „Hahn-Schickard ist ein wichtiger Teil der technologischen Infrastruktur in Baden-Württemberg und gerade kleine- und mittelständige Unternehmen greifen gerne auf unser Expertenwissen zurück. Die Hahn-Schickard-Institute eröffnen durch die Entwicklung innovativer Technologien und Produkte neue Wachstumsfelder für KMUs. Dadurch stärken wir die Kompetenz der Unternehmen und schaffen Arbeitsplätze.“ Bei der First Sensors AG beispielsweise sichert das Geschäft mit Differenzdrucksensoren von Hahn-Schickard 14 Arbeitsplätze, bei der Gruner AG wurden ebenfalls Arbeitsplätze gesichert und mindestens drei weitere geschaffen. Darüber hinaus sind aus Hahn-Schickard-Innovationen eine Reihe von neuen Unternehmen durch Ausgründungen entstanden.

An ausgewählten Demonstratoren zeigten die Industrie-4.0-Experten von Hahn-Schickard dem Bundestagsabgeordneten, wie die industrielle Produktion durch intelligente Sensorik ressourceneffizienter wird, wenn Verbrauchsdaten direkt an der entsprechenden Maschine gemessen und im laufenden Betrieb auf mobilen Endgeräten einfach abgelesen werden können. Dazu kommen energieautarke Sensorsysteme zum Einsatz, die ihre Energie kabellos direkt aus ihrer Umgebung beziehen: zum Beispiel über Temperaturunterschiede oder Schwingungen an Maschinen. Solche Energy-Harvesting-Systeme entwickelt Hahn-Schickard und stattet sie mit intelligenter Software aus. Damit werden Maschinen zu cyber-physischen Systemen, die selbständig untereinander Daten austauschen können. 

Hahn-Schickard ist Mitglied der Innovationsallianz Baden-Württemberg (innBW), einem Bündnis von dreizehn unabhängigen Forschungseinrichtungen im Land, die in den wichtigen Zukunftsfeldern angewandte, ergebnisorientierte Forschung betreiben. Unterstützung wünscht sich Hahn-Schickard von Thorsten Frei dabei, die Dachmarke innBW auch auf Bundesebene und innerhalb Europas bekannter zu machen.

Um auch in Zukunft ein attraktiver und erfolgreicher Forschungspartner für mittelständische Industrieunternehmen sein zu können, bedarf es auch geeigneten Förderprogrammen des Bundes wie z.B. dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) oder den Fördervarianten der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF). Wichtig ist dabei, dass die vom Land geförderten Institute der Innovationsallianz Baden-Württemberg in diesen Programmen keine schlechteren Förderbedingungen haben, als die vom Bund geförderten Institute und bislang existierende Benachteiligungen weiter abgebaut werden. „Gerade für die Wirtschaftsregion Schwarzwald-Baar-Heuberg sind gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen und eine starke Forschung und Entwicklung zwingend notwendig. Der Bund hat seine Ausgaben im Bereich des Bundesforschungsministeriums seit 2005 um 130% gesteigert. Heute liegen die Ausgaben in Deutschland bei drei Prozent des BIP. Ich werde mich für eine weitere Steigerung der Forschungsausgaben auf 3,5 Prozent des BIP und eine steuerliche Forschungsförderung für Unternehmen in Höhe von 2 Mrd. EUR einsetzen.“, sicherte der Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei seine Unterstützung für eine gute Weiterentwicklung des Instituts zu.

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